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Basketball
12.07.10 17:05 Alter: 60 days

Cricket-Füchse: Nach Todesfall auf der Fahrt souveräner Sieg in Dresden

 

Die Anzeigetafel nach der 1. Hälfte und bei Spielende

Die Vuvuzela-Ladies der Cricket-Füchse

Füchse-Maskottchen Chris in Ruhehaltung.

Füchse-Kapitän Ganidu Arumadura mit seinem "Harem"

Es war traurig anzusehen, wie eine Taube auf der Autobahn einem
Adler gleich versuchte, sich den Cricket-Füchsen bzw. ihrem Bundesliga-Bus
in den Weg zu stellen. Der Rahmen der Windschutzscheibe des HARU-Busses war
härter und Fahrer Detlef Schröter setzte die Fahrt ab dem Zeitpunkt mit
pietätvoller Miene fort.       

Voll geladen mit Zelt und Mobiliar, mit den singalesischen
Spielern viel zu wenig scharfen Schmankerln und kistenweise Getränken ging
es also gen Dresden, wo der dortige Bundesligist Dresden CC auf der
Cricketanlage im Ostragehege auf die Füchse wartete.        

Bei brütenden 35C waren vor Ort die Sanitäranlagen
komplett geschlossen, nicht eine Toilette geöffnet, kein Waschbecken
erreichbar – die hoch professionelle Dresdener Sportverwaltung hatte
sich entschlossen, statt dessen am "heiligen Sonntag" lieber
den strohtrockenen Rasen zu mähen und die brummenden Geräte kreisen zu
lassen!        

Trotzdem gingen die Füchse unter den Augen der vielen
mitgereisten Fans hoch motiviert ans Werk und schickten die in der 1.
Hälfte Punkte sammelnden Dresdener mit gerade mal 81 Runs
(in nur 26 von 50 Durchgängen) und all out (d. h. die
Dresdener hatten keinen spielfähigen Schlagmann mehr) vom Platz.        

In der Pause gab es dann das von den Familien der Füchse-Spieler
und der Dresdener Sri Lanka-Community vorbereitete, besonders leichte
Singha-Buffet > Frei nach dem Motto und dann
kommt der Gewürzschock Schweiß treibend, aber mit Sicherheit
gesund und letztlich ohne jede Diskussion einfach lecker. Kulinarisch ist
das Füchse-Team mit seinen Gourmet-technischen Möglichkeiten in ganz
Deutschland sicher ohne Konkurrenz!        

Aber noch stand ja die 2. Hälfte an und da fegten die Füchse
ihre sich um die Gastfreundschaft bemühten Dresdener einfach mal so
von der Platte. Ganz schnell hatte man die vorgelegten Punkte
mit eigenen 82 Runs überholt und dazu benötigten die Füchse lediglich 14
Durchgänge (von wieder 50) und verloren dabei lediglich ein
Wicket (was man vereinfacht auch als Tor bezeichnen kann und
damit ist auch immer der Verlust eines Schlagmanns verbunden).        

So saß man also trotz Essenpause und etlichen
Getränke-Unterbrechungen schon um 16.00 Uhr wieder im von HARU/BBS-Reisen
gesponserten Bus retour nach Berlin und hat damit sicherlich einen neuen
Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.        

Die Rückfahrt war dann durchgehend begleitet vom Klang der
mitgeführten Trommeln und Gitarren > Die kulturell nicht ganz so
bewanderten MitfahrerInnen bekamen so einen Querschnitt singalesischer
Gesänge geboten. Der die manchmal ungewohnten Klänge mit
stoisch-freundlicher Höflichkeit ertragende Bus-Fahrer (übrigens seit 32
Jahren für das Unternehmen auf dem Bock) brachte die
fröhlichen Füchse sicher retour nach Berlin.        

Für die Füchse war es ein wichtiger Sieg in Richtung Platz 1
der Tabelle, wohin der Weg führen soll. Die Dresdener treten dabei schon
am kommenden Sonntag, 18. Juli 2010, ab 11.00 Uhr, auf dem Körnerplatz im
Olympiapark (Hanns-Braun-Straße) zum Rückspiel an, doch bei allem Respekt
vor dem Gegner sollte das für die Füchse eine lösbare Aufgabe sein.

Photos (Abruck honorarfrei, Photohinweis: yhdk)



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